09 Case Studies   
    Icons als Wegweiser – oder formalästhetische Zusätze 14.02.2006
 
Icons als Wegweiser – oder formalästhetische Zusätze

Mit der Zunahme von Inhalten, Märkten und Services abseits des reinen Nachrichten-Contents steigt die Notwendigkeit zu strukturieren und zu kanalisieren. Die Herausforderung hierbei ist für den Webdesigner die Gestaltung von kleinsten Pixelillustrationen. Wieviel Bildchen verträgt eine News-Site, und vor allem wie viele News-Site Designer wachen nachts schreiend auf, weil sie wieder von gepixelten Palmen- und Staumeldericons geträumt haben?

Besonders zu würdigen sind hier die vielfarbigen bunten Icons der faz.net. Ein schöner farbenfroher Strauss an abstrakten Bilderwelten ergiesst sich hier ins Internet und zeigt was Webdesigner so alles drauf haben. Ein roter Chefsessel, gestapelte Bücher, eine Theaterbühne und eine Malerpalette auf 21x21 Pixel reduziert.

Der Designer von zeit.de suchte die Herausforderung sogar noch in einer 1-Bit Darstellung. Das gepixelte Geschenkpaket, der Bilderrahmen und die Waage zeugen von absoluter Wertarbeit.

Etwas grob geschnitzt erscheinen die Icons von Spiegel Online. Grau in Grau, kantig und ohne durchgängigen Stil. Einmal ungeglättet ein anderes Mal geglättet mit 3D-Schattierung. Allzuviele schlaflose Pixelnächte scheint dieser Designer nicht gehabt zu haben.

Die explodierende Iconwut scheint ein deutsches Phänomen zu sein, finden sich doch weder in Übersee noch im europäischen Ausland annähernd so viele News-Sites mit Pixel-Bildchen. Nein, eine Ausnahme sticht ins Auge. Richtig schön geschliffen sind die Icons von clarin.com. Perfekt aufeinander abgestimmt, definitiv in einem Zeichenprogramm gestaltet (nicht in Photoshop gepixelt) laden die Icons zum Anklicken ein.

Ausgehend von den Horror-Icons bei stern.de würde ich weder eine Reise buchen noch einen Partner suchen. Krüppelige Palmen und Zombie-Partner werden dort mithilfe der Icons feilgeboten ...



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